Langzeit- Belastung

Kurzfristige und langfristige Gesundheitsrisiken

Es ist wichtig zwischen kurz- und langfristigen Gesundheitsauswirkungen von Luftschadstoffen zu unterscheiden. Die oben erwähnten Zeitreihenstudien berücksichtigen nur Effekte, die innerhalb von wenigen Tagen auftreten. Um längerfristige Effekte zu erfassen zu können, braucht es Kohortenstudien (siehe Abbildung 3). Bei Kohortenstudien wird der Effekt der Luftbelastung bei Studienteilnehmenden über eine längere Zeit untersucht. Das heisst, eine Gruppe von Studienteilnehmenden (Kohorte) wird über eine längere Zeit beobachtet. Es wird regelmässig erfasst wie stark die einzelnen Studienteilnehmenden der Luftbelastung ausgesetzt sind und ihre Gesundheit wird regelmässig untersucht. In der Schweiz läuft beispielsweise seit über 20 Jahren die SAPALDIA-Studie (http://www.sapaldia.net). SAPALDIA und andere Studien haben klar gezeigt, dass die Luftbelastung auch langfristige gesundheitliche Effekte hat und dass diese langfristigen Effekte deutlich grösser sind als die kurzfristigen Effekte. Beispielsweise ist die Sterblichkeit von Personen, die langfristig einer um 10 µg/m³ erhöhten PM10 Belastung ausgesetzt sind um 6% erhöht. Bei einer kurzfristigen erhöhten Belastung von 10 µg/m³ ist die Sterblichkeit aber „nur“ um 0.6% höher.

Bei den auf dieser Webseite ausgewiesenen Gesundheitsrisiken handelt es sich um Kurzzeitrisiken. Es ist also zu beachten, dass die erwarteten gesundheitlichen Auswirkungen höher sind, wenn die Luftbelastung langfristig erhöht ist.

Die dargestellten Karten zeigen die PM10- und Ozonbelastung im Jahresmittel für die ganze Schweiz. Daraus ist ersichtlich, in welchen Regionen mit erhöhten Schadstoffbelastungen zu rechnen ist.